Hier erfahren Sie was original (=echte) Streetfotografie ist und wie sie sich von nachgemachter und neu definierter Streetfotografie unterscheidet.

Streetfotografie ist heute eines der wichtigsten Wörter im Marketing für Fotografie.

Weil fast alle Menschen irgendwie auf Straßen sind und immer mehr Menschen eine Kamera dabei haben, kann fast jedes Fotos auf der Straße - on street - im Wortsinn dazu gezählt werden.

Eigentlich ging es dabei aber um ungestellte Aufnahmen des Lebens auf der Straße in interessanten Momenten.

Das konnte ein Lächeln sein, eine Begegnung, ein Ereignis, eine besondere Anordnung von Dingen etc., die kurz darauf wieder vorbei waren.

Das Wort Streetphotography kam wohl in New York auf.  Es wurde später mit der Schnappschußfotografie vermischt, weil die Motive der Straße oft als schnelle Schnappschüsse aufgenommen wurden.

Bei der Streetfotografie kommt es ursprünglich auf den entscheidenden Moment an. Es ging also nicht darum, einfach nur so drauflos zu knipsen.

Vor allem ist Streetfotografie keine Spannerfotografie. Der entscheidende Moment ist nicht der Moment, in dem eine Person ungefragt unvorteilhaft fotografiert wird. Genau das Gegenteil ist der Fall!

Mittlerweile hat sich die Streetfotografie zu einem Wort entwickelt, das jeder so benutzt wie er/sie will.

Auch Spannerfotos und Paparazzifotos laufen heute unter diesem Begriff und natürlich viele Fotos ohne irgendeine Bildaussage.

Das ist aber keine original Streetfotografie.

Die Aussage “Ich mache Streetfotografie” ist so wie “Ich gehe essen.”

Das sagt nichts und genau so nichtssagend ist dann oft auch die Fotografie.

Erst danach wird es interessant: was, wie, wann, wo...

Echte klassische Streetfotografie ist heute Fineart-Streetfotografie.

Fineart-Streetphotography geht begrifflich auf mich zurück.

Ich habe das Sehen und den Bildaufbau auf der Grundlage der visuellen Grammatik und in der Tradition der Fotopraxis von Henri Cartier-Bresson als Grundlage genommen, um klare Unterscheidungsmerkmale für Fineart-Streetfotografie als Kunst des Fotografierens für die aktuelle Situation hier zu entwickeln.

Das wird unter neuen Bedingungen sicher wieder weiterentwickelt werden.

Diese klaren Regeln für die neue Zeit sind in meinem Handbuch für Streetfotografie zu finden.

Sie gelten immer, wenn ein Foto eine Fineart-Streetfotografie ist:

1. keine entlarvenden und verletzenden Fotos

2. immer geometrisch gestaltet

3. die Achtung aller Persönlichkeitsrechte,
 d.h. entweder  Einwilligung oder ohne direkte Erkennbarkeit fotografiert, das ist ja  genau die Kunst

4. optisch gestaltete Situationen, z.T.  mit Bokeh

5. die Fotos erzählen eine Episode bzw. Geschichte

Nur wenn es sich um ungestellte Motive handelt, die diese fünf Kriterien (= 5 Sterne) erfüllen, handelt es sich um 5 Sterne Streetfotografie bzw. Fineart-Streetphotography.

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Diese Regeln von mir werden mittlerweile auf anderen Webseiten übernommen und stillschweigend Allgemeingut.

Auf meiner englischen Webseite habe ich dies ebenfalls in einem Instruction manual for fineart streetphotography zusammengefaßt.

Das hört sich sehr theoretisch und egozentrisch an. Ist es aber nur bedingt. Denn wenn gute Fotos im Kopf entstehen muß ich beim Prozess des Sehens wissen, worauf ich achte und wie ich einen Bildausschnitt gestalte. Und dazu sind meine Kriterien eine entscheidende Hilfe im Kopf für den richtigen Blick.

Wer mehr Informationen darüber will, wird im Projekt Fotomonat fündig, einer sehr guten Webseite, welche sogar durch die deutsche Nationalbibliothek archiviert wurde.

Dort sind ca. 1000 Artikel mit Lehrgängen, Hintergründen, Entwicklungen und vieles mehr zu finden. Es handelt sich ausschließlich um Originale, die so sonst nirgendwo zu finden sind. Es sind Originale mit Fachwissen und Sachwissen zur Streetfotografie, Dokumentarfotografie und Personenfotografie.

Aktuelle Fotos dazu gibt es auf Lenstrip.de und klassisch gute Streetfotografie und Dokumentarfotografie im Museum.

Offenkundig war mein Ansatz weltweit in den letzten Jahren erfolgreich.

Denn es gibt immer mehr Fotografen, die nun ihre Fotografie als Fineart-Streetphotography bezeichnen. Ob diese dann auch die klaren Kriterien einhalten, können Sie selbst mit meinen Kriterien und einem Blick auf das jeweilige Foto sehen.

So können gute Fotos im Kopf und in der Kamera entstehen.

Wenn Sie wissen möchten, welche Kameras gut für Straßenfotografie sind bzw. welches die besten Kameras für Streetfotografie sind, kann Ihnen vielleicht dieser Artikel  zum Thema beste Kameras für Street weiterhelfen.

Viel Erfolg bei der Fineart-Streetfotografie wünscht Ihnen Michael (Mike) Mahlke

 

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